Stuttgart 21 wird 25: Ideengeber treffen sich auf der Baustelle

Heinz Dürr, Matthias Wissmann, Erwin Teufel und Hermann Schaufler (von links) auf der Baustelle für Stuttgart 21 Foto: Reiner Pfisterer

Stuttgart, 5. Juni 2019 Vor 25 Jahren stellten der damalige Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, der damalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Erwin Teufel, der damalige Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, Hermann Schaufler, der damalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Manfred Rommel, und der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Heinz Dürr, die Ideenskizze des Gemeinschaftsprojekts Stuttgart 21 der Öffentlichkeit vor.

25 Jahre später haben sich die noch lebenden Ideengeber des Projekts unter der Kelchstütze auf einem der künftigen Bahnsteige auf der Stuttgarter Bahnhofsbaustelle getroffen und sich über den aktuellen Projektfortschritt informiert: Über 100 der 120 Tunnelkilometer des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm sind vorgetrieben, die Kelchstützen, die das Dach des künftigen Hauptbahnhofs – den späteren Manfred-Rommel-Platz – bilden, wachsen in die Höhe.

„Dass Stuttgart 21 so weit fortgeschritten ist, freut mich sehr. Es ist ein gutes Zeichen, dass Großprojekte in Deutschland noch möglich sind. Die lange Projektdauer zeigt jedoch, dass etwas getan werden muss, um schneller zu werden bei der Realisierung von solch bedeutenden Infrastrukturprojekten in der Bundesrepublik. Es darf nicht wegen immer komplizierter werdender Vorschriften und langen Genehmigungsprozeduren eine ganze Generation lang dauern, solche Projekte zu realisieren“, sagte Matthias Wissmann, Bundesverkehrsminister a. D.

„Stuttgart 21 ist auch 25 Jahre nach der Projektvorstellung ein zukunftsträchtiges Projekt. Auch dass gerade in anderen Großstädten in Deutschland wieder ähnliche Ideen diskutiert werden, zeigt mir, dass es eine gute Entscheidung für Baden-Württemberg war, Stuttgart 21 zu realisieren.

Sowohl der Verkehr als auch der Städtebau werden vom Projekt enorm profitieren. Unser Land rückt mit neuen, schnellen Verkehrsverbindungen noch enger zusammen“, sagte Erwin Teufel, Ministerpräsident a. D. des Landes Baden-Württemberg.

„Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm sind ein Gewinn für Baden-Württemberg, Deutschland und ganz Europa. Stuttgart bekommt 100 Hektar Freifläche, um die übervolle Innenstadt auszubauen. Zudem wird mit dem Projekt die Leistungsfähigkeit des Bahnknotens Stuttgart massiv wachsen, außerdem wird mit dem neuen Signalsystem ETCS Stuttgart zum modernsten Bahnknoten in Deutschland. Das ein großer Schritt in die Zukunft des Bahnverkehrs. Ich kann Stuttgart und ganz Baden-Württemberg zu diesem Projekt nur gratulieren“, sagte Heinz Dürr, früherer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.