Rekorde bei den Besucherzahlen im Turmforum und auf der Baustelle

Infotainment und direkte Kommunikation kommen sehr gut an

(Stuttgart, 29. Dezember 2016) Neues, europaweit einmaliges Exponat ermöglicht unvergessliches Erlebnis im neuen Hauptbahnhof.

Der Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e.V. hat am heutigen Dienstag, 29. Dezember 2015, im Turmforum die Besucherzahlen, in 2016 anstehende Veranstaltungen und neue, in der Öffentlichkeitsarbeit europaweit einmalige, Exponate vorgestellt. „Der Verein blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück“, so Georg Brunnhuber, Vereinsvorsitzender, anlässlich der Besucherzahlen. „Die Vereinsmitglieder haben in der diesjährigen Mitgliederversammlung mit großer Einigkeit unsere Arbeit und unser Konzept bestätigt und die guten Besucherzahlen in unseren Ausstellungszentren und auf der Baustelle erfreut zur Kenntnis genommen.“ Die guten Besucherzahlen des Jahres 2014 konnten nochmals um ca. 15.000 Besucher auf insgesamt rund 245.000 Besucher gesteigert werden. Auch die Attraktivität der Führungen im Turmforum (2015: 859; 2014: 602) und auf den Baustellen (2015: 468; 2014: 84) spiegeln sich anhand der großen Nachfrage 2015 wider. „Damit zeigt sich, dass der eingeschlagene Weg, Bürgerinnen und Bürgern direkt vor Ort und unterhaltsam zu informieren, angenommen wird“, resümiert Brunnhuber.

Von Montag, 04. Januar 2016 bis einschließlich Mittwoch, 06. Januar 2016, jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr lädt das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm die Interessierten erstmals auf die wohl bekannteste Baustelle am und rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof ein. „Die Tore der Baustelle öffnen wir vom Kriegsberg bis zum Planetarium. Die Besucher können auf den Baustraßen abseits der öffentlichen Straßen von Baufeld zu Baufeld, zur Kelchstütze oder zur Baugrube des Nesenbachdükers laufen und vor Ort mit den Ingenieuren und Arbeitern sprechen“, erläutert Brunnhuber das Konzept. „Zudem bieten die Mitarbeiter der Firma Hölscher Wasserbau Führungen durch die Grundwasserreinigungsanlage an.“ Auch im Bahnhof selbst sei neben der zentralen Ausstellung im Turmforum einiges geboten. So werde die Möglichkeit bestehen, einen digitalen Blick auf den neuen Hauptbahnhof zu werfen und am Mittwoch, 06. Januar zwischen 11:00 und 13:00 Uhr dem „Orchester der Kulturen“ zuzuhören, so Brunnhuber weiter. Besonderer Dank gilt der DB Projekt Stuttgart–Ulm als Bauherrin und den beteiligten Auftragnehmern, die Tag für Tag an einer termin- und kostengerechten Fertigstellung des Projekts arbeiten und sich zudem bereit erklärten, innerhalb der Weihnachtsruhe die Baustelle für die Bevölkerung zu öffnen und mit ihrem Personal fachkundige Informationen bereit zu stellen.

Das Angebot aus dem Bereich virtuelle Realität (VR) hat das Bahnprojekt für Jedermann erweitert. Mit den Cardboardbrillen, die im Einzelhandel erhältlich sind, bringen drei unterschiedliche Filme den Tunnelbau den Bürgerinnen und Bürgern „quasi live“ direkt ins Wohnzimmer. Unter www.bsu.link/virtuelle-realitaet entführen die VR-Filme mit 360°-Optik auf die Tunnelbaustellen des Cannstatter Tunnels, des Fildertunnels mit seiner Tunnelvortriebsmaschine sowie des Tunnels „Zuführung Ober-/Untertürkheim“.

Mit einer weiteren europaweit einmaligen Entwicklung zur Darstellung des neuen Hauptbahnhofs für die breite Öffentlichkeit warten der Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm und die Stuttgarter Firma Lightshape GmbH & Co. KG auf. Das sogenannte Holodeck ermöglicht Besucherinnen und Besuchern sich im neuen Hauptbahnhof und im neu gestalteten Bonatzbau virtuell zu bewegen. „Unsere Gäste können sich mittels Brille und Exponat virtuell einen eigenen Eindruck verschaffen, wie der neue Hauptbahnhof und der Bonatzbau zusammen wirken.“ Ein direkter Informationsfluss sei somit gewährleistet. Diese Technik komme bei einem öffentlichen Bauprojekt erstmalig zum Einsatz.

Robin Wenk, Geschäftsführer der Lightshape GmbH und Co. KG und Mitentwickler des Holodecks ergänzt: „Mit dieser Art der Öffentlichkeitsarbeit und unter Verwendung der VR-Technologie beschreitet das Bahnprojekt einen europaweit einmaligen Weg. Sich frei in Gebäuden der Zukunft umzusehen, diese zu begehen, verschafft den Nutzern ein einmaliges Erlebnis.“ Dieser Weiterentwicklung der VR-Technik gehöre die Zukunft. Sowohl in der Arbeitswelt, angefangen bei den Entscheidungsträgern aber auch bei den Mitarbeitern, als auch in der Kommunikation. „Arbeitsabläufe und Vor-Ort-Situationen können schneller begriffen und Prozesse somit verschlankt werden. Denn was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben, können wir besser und einfacher verstehen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Technologie, sobald wir uns daran gewöhnt haben, den Lebensalltag der Menschen verändern wird. Genau wie das Internet.“ Das Exponat für das Bahnprojekt wurde in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Agentur „Plan B“ erstellt, die das digitale Grundgerüst für den Bahnhof lieferte. Weitere Informationen zum Bahnprojekt Stuttgart–Ulm gibt es im Internet auf der Projekthomepage: www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de