Bernhard Bauer steht künftig an der Spitze des Vereins Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e.V.

Der Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e.V. hat einen neuen Vorsitzenden. Bernhard Bauer wurde am Dienstag, 30. Juli 2019, einstimmig von allen Vereinsmitgliedern gewählt und löst damit Georg Brunnhuber an der Spitze ab. Zahlreiche Gratulanten und Grußwortredner verabschiedeten Herrn Brunnhuber und begrüßten Herrn Bauer. So waren Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, Dr. Uwe Lahl, Geschäftsführerin des Verband Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt der Landeshauptstadt Stuttgart, Peter Pätzold, sowie Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart AG, Walter Schoefer, und Oberbürgermeister von Ulm, Gunter Czisch, unter den Gratulanten.

Bernhard Bauer kennt das Projekt aus seiner früheren Arbeit als Spitzenbeamter des Landes, außerdem wirkt er mit im technischen Beirat der Projektgesellschaft. Seine Karriere in der baden-württembergischen Verwaltung begann 1972. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen hatte Bauer verschiedene leitende Funktionen, unter anderem beim Regierungspräsidium Stuttgart, im Umweltministerium und im Staatsministerium. Als Amtschef wirkte er im Ministerium für Soziales und im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr.

Seit 2009 hat Bauer bis zum Regierungswechsel 2011 als Vertreter des Landes aktiv im Verein sowie bei der Schlichtung 2010 mitgewirkt. Im Vorfeld der Volksabstimmung im November 2011 hat er mit dem Verein „Pro S21“ als leitender Geschäftsführer für das Projekt erfolgreich geworben. Knapp 60 Prozent aller Baden-Württemberger votierten am Ende bei der Volksabstimmung für den Verbleib des Landes im Finanzierungsvertrag. Bauer war früher als Handballtorwart in der Bundesliga engagiert, später amtierte er auch als Präsident des Deutschen Handballbunds.

Brunnhuber zieht sich nach viereinhalb Jahren auf eigenen Wunsch als Vereinsvorsitzender ins Privatleben zurück. Als ausgewiesener Kenner der Landes-, Regional- und Kommunalpolitik Baden-Württembergs sowie der Deutschen Bahn erfolgte die Wahl im Februar 2015 zum Vereinsvorsitzenden durch alle Vereinsmitglieder einstimmig. In seine Zeit fallen einige Neuerungen und Rekorde innerhalb der Vereinsarbeit:
• 4,3 Millionen Gäste besuchten die Ausstellung seit Beginn (Juni 1998)
• Im Jahr 2016 gab es den Rekord mit 260.000 Besuchern in der Ausstellung
• Die ersten „Tage der offenen Baustelle“ fallen ebenfalls in die Amtszeit mit dem Rekordjahr 2018, als 40.000 Besucher an den drei Tagen auf die Baustelle kamen
• Über 2.000 Führungen (Jahr 2018) in der Ausstellung und über die Baustelle zeugen von einem ungebrochen hohen Interesse an Informationen zum Projekt

Die Schließung der Ausstellung zum 28. Juli 2019 war eine Zäsur innerhalb der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Allerdings haben sich alle Vereinsmitglieder für den Bau eines neuen Ausstellungsgebäudes ausgesprochen und den Neubau und die Neukonzeption finanziert. Die neue Ausstellung wird wie die alte Ausstellung ebenfalls einen direkten Blick in die Baustelle bieten und im Frühjahr 2020 eröffnen.

Der Verein bietet in der Übergangszeit weiterhin Führungen rund um und auf die Baustelle an. Interessenten können sich unter s21erleben.de über die Angebote informieren und unter der E-Mailadresse Baustellenfuehrung@s21erleben.de anmelden.